Lage

Vom Weltall aus findet ihr uns, wenn ihr Kurs auf den blauen Planet haltet und die größte Landmasse ansteuert. Sucht unter den Tatzen des Bären die Stadt des Bären - Bärlin. Steuert nun auf die Mitte der Stadt zu, wo sich zwischen Spree und Landwehrkanal an den Strängen der Hochbahn U1 das Kottbusser Tor befindet. Und folgt der Adalbertstraße nach Norden.

Kiezatlas

Busreisende nehmen den 140er bis zur Waldemarstraße. Wo einmal der Park des Krankenhauses Bethanien war, befindet sich nun ein großer Spielplatz. Und was einmal der Alterssitz für 23 BethanienSchwestern war, das Feyerabendhaus, ist nun das frisch sanierte Kinderhaus.


Mitten in Kreuzberg.

Mitten im Grünen.

Das Kinderhaus Waldemar steht dort, wo sich einmal die Parkanlagen des Kran­ken­hauses Bethanien befanden. Auch heute noch ist es umgeben von Grünflä­chen. Dazu gehören ein eigener Garten von rund 1000 Quadratmetern, ein großer Spielplatz direkt vor der Haus­tür, ein Abenteuerspielplatz hinter dem Haus und viele neu gestaltete Freiflächen auf dem Gelände des Bethanien. Der Mariannen­platz liegt um die Ecke und auch der Görlitzer Park (mit dem Spreewald­bad) ist zu Fuß zu erreichen. Nur eine Straße muss man überqueren, um zum Kinderbauernhof in der Adalbertstraße zu gelangen, wo es Pferde und Esel gibt, Zie­gen und Hasen, Meerschweinchen, Hüh­ner und Gänse. Diese schöne Um­gebung bestimmt unseren Tagesablauf. Wir sind – wenn irgend möglich - jeden Tag mindestens einmal draußen.

Unser Umfeld aber hat auch andere Seiten. Einerseits eine Idylle, andererseits ein sozialer Brennpunkt. Auch wenn am 1. Mai nur noch gelegentlich die Luft brennt, so sind Armut, Verdrängung, Kriminalität, Drogenhandel und Vandalismus Dauerbrenner rund um den Kotti. Es gibt Politiker und Medien, die diese Gegend nur zu einer No Go Area erklären, während gleichzeitig   immer mehr und vor allem junge Touristen durch die Straßen ziehen. Leben wir nun in einer Brutstätte für gescheiterte Bildung oder in Boom Town? Die Geburtenzahlen nehmen zu, die Wohnungen sind knapp und die Mieten steigen. Was die einen als Aufwertung der Lebensqualität empfinden, ist für andere die Abwertung ihrer Existenz. Im Schatten der neuen Wohlstandsszenen wächst die Armut der Menschen, die sich die steigenden Mieten und den neuen Lebensstil nicht leisten können und in Parallelwelten abrutschen oder ganz aus Kreuzberg verschwinden. Und der Protest dagegen wird nicht verstummen, solange die Schere von Arm und Reich weiter auseinandergeht, Ghettoisierungen nicht aufgehoben werden oder Migrant*innen unter Generalverdacht stehen.

Kreuzberg SO 36, das in den in den 70er und 80er Jahren den Abriss der Altbauten und die Betonisierung des Kiezes verhindert hat, muss sich heute gegen den Abbau seiner alten Bewohnerschaft und die ungehemmte Tourifizierung zur Wehr setzen. In Kreuzberg ist die ganze bunte Welt nicht nur zu Gast. Sie wohnt und arbeitet hier.  Damit dass so bleibt, müssen sicher die Politiker ihre Versprechen erfüllen, die soziale Mischung zu erhalten. Aber auch der Kiez selbst kann mit viel Kleinarbeit dazu beitragen, dass das soziale Miteinander der verschiedenen Bevölkerungsgruppen gestärkt wird. Im Umfeld des Quartiersmanagement Mariannenplatz und der Vernetzungssrunde Campus Marianne arbeitet das Kinderhaus mit Schulen, Kitas, Familienzentrum sowie vielen anderen Bildungs- und Kulturprojekten und Anwohnerinitiativen kulturübergreifend an der Vision des ewig bunten Kreuzbergs. 



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